Infobox Termine

Neuigkeiten

Vorstandssitzung
Wasserabstellung
Grünschnittcontainer
"Puppenstube"
Ordnungen und Satzung

Infobox Nachrichten

Vereinsnachrichten

Freie Gärten
Kurz&Knapp
Themen

Infobox Links

Interessante Links

Ehrenfriedersdorf
Kita neuer Bahnhof
Zwönitztal
Ebay
Tipps

Anfahrt

Route planen

Infobox Personalien

Downloads

Das Projekt Mehrgenerationengarten unterstützt vom Verein zur Entwicklung der Zwönitztal-Greifensteinregion e.V. in Zusammenarbeit mit den Kindergärten der Stadt Ehrenfriedersdorf und unseren Senioren.


Es ist das Ziel, dass den Kindern wieder einfache Dinge der Natur beigebracht werden, also dass z.B. die Kartoffeln nicht im Netto wachsen, sondern in der Erde...
Aber hier, lest das Projekt selbst durch.


1. Vorwort:

Wer kennt das noch aus Kindertagen!? Im Frühjahr und Sommer Schulgarten und im Herbst wurden die Sträuße verkauft (meist Astern und Ringelblumen) und das bisschen Gemüse geerntet und /oder bei den Großeltern in den Garten gehen und die Beeren wanderten frisch vom Strauch in den Mund, die Möhren wurden selbst aus dem Boden gezogen, gewaschen und gegessen.
Jeder wusste was aus einer Bohne wird, wenn sie tagelang im Wasser liegt. Wie groß Zwiebeln werden können und wie man Möhren und Kartoffeln sät und erntet.

Und heute?    

Heute gibt es in den großen Städten Schaugärten wo den Kindern erklärt und gezeigt wird, dass das Obst und Gemüse nicht aus dem Supermarkt kommt und was alles getan werden muss, damit wir so viel Essen auf dem Tisch haben. Weil sie nicht wissen, wie lange so eine Bohne im Wasser liegen muss bis sie keimt und wie sie wächst und gedeiht bis sie auf dem Teller liegt.

In unserer schnelllebigen Zeit scheint es dafür keine Zeit zugeben.

Wie wäre es, wenn in unserer Gartenanlage so etwas geschaffen wird??

Ein weiteres großes Problem unserer heutigen Zeit wird nun auch offen in den Medien angesprochen – es ist das (Aus-)Sterben der Insekten! Wie jeder Gärtner weiß gibt es ohne Bienen und andere Insekten kein Obst und ohne Marienkäfer viel zu viele Blattläuse und ohne die Schmetterlinge weniger Freude im Garten.

Es ist ein Anfang! Ich möchte keinen englischen Rasen ohne Blumen und Insekten. Ich mag es, wenn es summt und flattern. Also ich mag nicht nur „die Schmetterlinge im Bauch“ sondern beobachte gerne die bunten Gäste im Garten.
Wir lassen immer ganz bewusst einen Teil der Wiese stehen, haben extra Blumen dazwischen gesät. Und auch die Brennsesselecke bleibt stehen, nicht nur wegen der Jauche gegen die Läuse, sondern bewusst für die Insekten, die ausschließlich davon leben.
Das Insektenhotel wird regelmäßig besucht und es ziehen jährlich mehr Bewohner ein.

Neulich kam mir ein Flyer in die Hände mit der Aufschrift :“ Puppenstuben gesucht“. Das Bild ließ schon erahnen, um was es geht und nachdem ich ihn gelesen habe war klar! Ja ein Teil des Projektes sollte eine „Puppenstube“ sein.

So schnell wird aus einem einfachen Mehrgenetationengartenprojekt etwas ganz anderes! Etwas viel besseres wie ich meine!

Lasst uns, gemeinsam mit den Gärtner des Vereins, Kindern, Erzieherinnen, Migraten und Senioren einen multikulturellen Mehrgenerationengarten mit „Puppenstube“ gestalten!


2. Aufbau und Ziel der zwei Bereiche

Die ersten konzeptionellen Gedanken wurden in der Mitgliederversammlung vorgestellt und es gab einstimmige Zustimmung der Gärtner, obwohl diese zwei Gärten nun nicht mehr verpachtet werden können und die Kosten dafür erst einmal aus der Umlage durch alle getragen werden.

Wir haben im Vorfeld Kontakt mit der Schule aufgenommen, aber ohne Fachlehrer gibt es keine Chance für eine Umsetzung, da hilft die beste Konzeption nichts. Und einen Gärtner, Gärtnerin zu finden, die das Projekt als Ganztagsprojekt leiten, war in so kurzer Zeit auch nicht möglich.

Meine Frustration darüber habe ich in der Versammlung aller Vereinsvorsitzenden im Rathaus zum Ausdruck gebracht und es eröffneten sich sofort neue Wege!

Die Kita „Neuer Bahnhof“ lud mich zum Gespräch ein und das Projekt wächst nun stetig!

Es gibt einige ältere Gärtner die schweren Herzens ihre Gärten an jüngere Menschen abgeben, da sie es nicht mehr schaffen einen kompletten Garten zu bewirtschaften und es gibt die Erzieherinnen des Kindergarten“ Neuer Bahnhof“ die gerne ihren Kindern zeigen wollen, was passiert, wenn man eine Kartoffel in den Boden steckt oder eine Bohne?

Das Ziel sollte sein, diese zwei Gruppen und auch aktive Gärtner zusammenzubringen und gemeinsam etwas für die Zukunft zu schaffen!


2.1 Der naturnahe Garten

Der erste Teil sollte so natürlich wie möglich angelegt werden.

Auf  Anfrage beim NABU bekommen wir das Material für das Projekt „Puppenstuben gesucht“ und wir können es verwenden. Hier wird erklärt, wie man eine Schmetterlingswiese aufbaut und pflegt, welche Schmetterlinge brauchen welche Pflanzen zum Leben.

Aber nicht nur Schmetterlinge sollten in dem Garten ein zu Hause finden.

Es gehört ein Totholzhaufen hinein und eine Steinhaufen oder eine Trockenmauer für die Eidechsen, Frösche, Blindschleichen und Spinnen.

Unser Ziel ist es, dass die Kinder die Bedeutung der Insekten und Kleinlebenwesen für die Natur erkennen. So lernen die Kinder durch die Erklärungen, Beobachtung und mit Hilfe des Materials vom NABU warum es so wichtig ist die Insekten zu erhalten!

Ohne Insekten kein Obst und Gemüse!

Es werden die Lebensräume im Totholzhaufen aufgebaut und beschrieben, ebenso wie die im Steinhaufen. Es ist erstaunlich wie viel Leben es in so einem „toten“ Haufen gibt!

Bänke für Gäste zum Ausruhen und Beobachten sollten auch nicht vergessen werden.


2.2 Der Mehrgenerationengarten

Nun wissen die Kinder wozu Insekten notwendig sind, aber sicherlich weiß noch nicht jedes Kind, wie aus einer kleinen Bohne eine ganze Stangenbohne wird. Deshalb sollte der zweite Bereich dazu dienen den Kindern und Gästen anschaulich zu zeigen, was man wie anbaut und wozu es verwendet werden kann.

Im Vorfeld sollte mit den Erzieherinnen abgesprochen werden, wie viel Zeit für das Projekt in jedem Jahr eingeplant werden kann; will die Kitas den Anbau, Pflege, Ernte und Verarbeitung allein übernehmen oder mit einigen interessierten Gärtnern oder Senioren gemeinsam durchführen; was soll angebaut werden (Obst und Gemüse oder auch Blumen usw.)

Wir werden in den Bergstadtnachrichten und den Einrichtungen für Senioren unser Projekt vorstellen und auf die Suche nach Mitstreitern gehen.
Aber auch im Verein werden wir wieder Werbung machen und auch den Gärtnern die den Garten abgeben wollen unser Projekt vorstellen.


3. Vorbereitung und Beginn der Umsetzung

Folgende Maßnahmen dienen der Vorbereitung:

- Die Gärten ausmessen und das Projekt planen – Was kommt wohin?

- Gemeinsam mit Gärtnern des Vereins den naturnahen Garten entrümpeln,   entmüllen und das Feld für das Kitaprojekt umgraben und die geplante Puppenstube umgraben, vorbereiten und aussäen.

- Das Material für die geplanten Totholzhaufen, Trockenmauern und Steinhaufen sammeln, sortieren und aufbauen.

- Vorstellung des Vereins in der Kita zum Tag der offenen Tür am 15.06.2019 und so für das Projekt zu werben und Mitstreiter unter den Angehörigen finden

- In den Bergstadtnachrichten die Projekte vorstellen und auch auf diesem Weg Unterstützer finden – Senioren, die gerne noch etwas im Garten machen wollen, aber keinen Garten alleine bewirtschaften können und die gerne ihre Erfahrungen an die Kinder weitergeben möchten.

Es liegt nun mal in der Natur des Menschen, dass man die Dinge besser versteht, wenn man sie, im wahrsten Sinne des Wortes, begriffen hat!


4. Welche Probleme müssen beachtet werden

Die ersten Besprechungen haben gezeigt, dass noch viel Arbeit auf uns wartet und wir noch einige Monate brauchen um aus dem Garten C60 einen naturnahen Garten zu gestalten. Es fehlt an Material und Werkzeug, nicht nur an Helfern.
Weiter wurden mit den Kindergärtnern folgende Themen erörtert:

    • Wie kommen die Kinder in den Garten?

Von der Einrichtung bis zum Garten laufen sie ca. 45 Minuten. Bei unserem ersten Treffen haben wir im Vereinsheim Mittagessen gemacht, aber diese Möglichkeit gibt es nicht immer. Gemeinsam mit der Leitung der Einrichtung arbeiten wir an einer Lösung. Im Mehrgenerationenprojekt könnten die Senioren da auch helfen.

    • Woher bekommen wir (kindgerechtes) Werkzeug?

    • Wo können sich die Kinder und Senioren im Garten aufhalten und zur Toilette gehen?

Im vorgesehenen naturnahen Gartenbereich gibt es keine Unterstellmöglichkeiten   und die im geplanten Mehrgenerationengarten ist zu klein, deshalb muss dort etwas gebaut werden. Eine Unterstellmöglichkeit und Sitzgelegenheiten für Gäste und Gärtner jeder Größe, eine Toilette und Werkzeugraum.

Ein weiteres Thema wird der Zugang zu den Gärten für unsere Senioren sein. Die meisten sind noch sehr mobil, aber auch hier müssen wir auf geeignete Wege achten.

Wie steht es um die Integration von Menschen aus anderen Herkunftsländern? Können wir die Sprachbarrieren überwinden? Gibt es bereits Familien im Kindergarten, welche Kontakt zu diesen Menschen pflegen und hier hilfreich zur Seite stehen können?

Auf jeden Fall soll „Leben in die Bude“ kommen und die Jungen von den Alten, die Alten von den Jungen, die Migraten von den Einheimischen und die Einheimischen von den Migranten lernen.

Vielleicht gelingt es unserem Verein hier etwas für den Ort Ehrenfriedersdorf zu bewegen.  


5. Welche Personenkreise sollten wir ansprechen

    • Verein „Schwach und Stark“
    • Kindertagesstätte „Neuer Bahnhof“
    • Kindertagesstätte „Sonnenhügel“
    • Stadtler Frauen- und Senioren Treff
    • Grundschule
    • Bürgermeisterin